Polnischer Alltags-Aberglauben
- Wenn man einen neuen Spiegel kaufen will, sollte man prüfen, ob der Spiegel nicht verzerrt. Dann wird man von falschen Freunden und schlechten Beratern gemieden.
- Schluckauf ist ein Zeichen dafür, dass andere gerade über einen lästern.
- Es ist nicht gut, sich nach dem Abiturientenball (Studniówka) die Haare zu schneiden, da man sonst beim Abi durchfallen kann.
- Um Erfolg im Abi zu haben, sollte man beim Abiturientenball auf keinen Fall die Schuhe ausziehen, selbst wenn sie vom Tanzen noch so lädiert sind.
- Es bringt Glück bei den Abi-Prüfungen, wenn man die gleiche Unterwäsche trägt, die man auch beim Abiturientenball an hatte.
- Läuft eine Spinne an der Wand, kommt bald Post.
- Fällt die Seife auf den Boden, muss man mit Unerwartetem rechnen.
- Wenn die Schwalben tief fliegen, wird es bald regnen.
- Wenn der Hintern juckt, wird man gerade von der Schwiegermutter gelobt.
- Juckt die rechte Hand, wird man Hände schütteln, juckt die linke Hand, kommt Geld.
- Wenn die Gabel auf den Boden fällt, kommt gleich ein Hungriger vorbei.
- Wenn man beim Verlassen des Hauses merkt, dass man etwas Wichtiges vergessen hatte, sollte man sein Vorhaben noch einmal gründlich überdenken. Falls man umkehrt, sollte man sich mitten im Haus niedersetzen, die Füße anheben und sich bekreuzigen.
- Wenn einem eine schwarze Katze über den Weg läuft, dann sollte man warten, bis ein anderer Passant die Linie durchbricht und den Bann auf sich nimmt. Alternativ kann man dreimal über die linke Schulter spucken.
- Wenn ein Spiegel zu Bruch geht, bedeutet das sieben Jahre Unglück.
- Wer unter einer angelehnten Leiter durchgeht, wird drei Jahre lang vom Pech verfolgt.
- Wenn man Nonnen sieht, sollte man drei Mal über die linke Schulter spucken, da sonst Unheil droht.
- Wenn man an ein mögliches Unglück gedacht hat, sollte man anschließend auf unbehandeltes Holz klopfen, um das Unglück fern zu halten.
- An Freitag, dem Dreizehnten, sollte man am besten das Haus nicht verlassen, um möglichem Unglück aus dem Weg zu gehen. Um das Risiko des Scheiterns möglichst gering zu halten, sollte man an diesem Tag auch keine wichtigen Entscheidungen treffen, nichts Teures anschaffen und nicht verreisen.
- Auf keinen Fall sollte man einen verfilzten Haarknoten abschneiden, da man sonst erblinden kann.
- Man sollte stets die Zahl 666 meiden, weil das die Zahl des Antichrists ist, die Unglück bringt.
- Man sollte sich nicht über der Schwelle der Wohnungstür grüßen, umarmen oder die Hand reichen. Sonst könnte dies der letzte Gruß werden.
- Wenn ein Toter am Sonntag zu Hause liegt, ist das nächste Begräbnis garantiert.
- Es ist ein schlechtes Zeichen, wenn man unterwegs einem Trauerzug begegnet.
- Wenn man eine Spinne am Vormittag tötet, wird man mit Pech bestraft.
- Wenn man Salz verschüttet, gibt es Streit.
- Nonnen und Schwangere bringen Unglück.
- Zu Hause darf man nicht pfeifen, weil man so das Geld vertreibt.
- Man darf nicht die Handtasche einer Frau auf den Boden stellen, da sonst das Geld davonläuft.
- Platzt der Reißverschluss, wird es einen Grund zum Sich-Schämen geben.
- In Kneipen sollten sich Ledige nicht an die Tischecke setzen, da sie sonst womöglich Single bleiben oder gar ins Kloster eintreten werden.
- Die Zahl Sieben bringt Glück, daher sollte man von allem das Siebenfache haben. So wird einem das Glück immer treu bleiben.
- Es ist glückverheißend, wenn man ein vierblättriges Kleeblatt findet.
- Eine Hasenpfote soll ebenfalls Glück bringen.
- In jedem Haus sollte irgendwo ein Hufeisen mit den Enden nach Oben angebracht sein, um Ungemach abzuwehren. Aus dem gleichen Grund verzieren manche auch ihr Auto mit einem Hufeisen.
- Wenn dir jemand in die Hände haucht und du dann die Fäuste darum ballst, so dass der Hauch nicht entweichen kann, bringt das dieser Person Glück.
- Wenn man eine Geldbörse verschenkt, sollte man mindestens eine kleine Münze hineinlegen. Das soll der beschenkten Person Reichtum bringen.
- Traditionsgemäß soll der Anblick des Schornsteinfegers glückverheißend sein. Dabei sollte man ihn oder sich selbst am Knopf fassen und an ein Vorhaben denken. Sieht man anschließend einen bärtigen Mann, wird der Plan gelingen; sieht man dagegen eine Nonne, Schwangere oder Frau mit Brille, wird die positive Verheißung aufgehoben. Das Glück wird einem für immer treu bleiben, wenn man den Knopf der Schornsteinfeger-Monutr nicht nur anfasst, sondern ganz abreißt und behält.
- Wenn man an Heiligabend von allen zwölf Speisen probiert, wird es einem im kommenden Jahr an nichts fehlen.
- Wenn man Zucker verschüttet, wird Eintracht im Haus herrschen.
- Wenn man von Bekannten nicht bemerkt oder übersehen wird, könnte das ein Anzeichen dafür sein, dass man bald reich wird.
Ergänzungen bitte an:
betweener@steffen.pl
Copyright: Steffen Möller