"Vita Classica" - Listen
10 Lieblingsraritäten
1. Aram Chatchaturjan (1903–1978): Spartacus. Ein monumentales Ballett, das keine schwachen Momente hat. Schwach sind lediglich die vier Spartacus-Suiten, die Chatchaturian später aus dem dreistündigen Werk zusammengestellt hat. Ich empfehle die Aufnahme des Dirigenten Algis Zuraitis.
2. Jean Sibelius (1865–1957): Die Waldnymphe, op. 15. Diese symphonische Dichtung dürfte von allen Tondichtungen des Finnen die beste sein – und gleichzeitig die unbekannteste. Die letzten fünf Minuten sind ein erschütternder Trauermarsch.
3. Sergei Iwanowitsch Tanejew (1850–1918): Klavierkonzert Es-Dur (unvollendet). Tanejew war Schüler von Tschaikowski, Inspirator von Tolstois Kreutzersonate, Kompositionslehrer von Strawinsky und Skrjabin. Bekannt ist von ihm das Klavierquintett, doch kommt es nicht heran an sein Klavierkonzert, insbesondere den 2. Satz, einen Trauermarsch.
4. Hans Zimmer (geboren 1957). Filmmusik zu „The Thin Red Line“(Der schmale Grat) des Regisseurs Terrence Malick. Zimmer komponiert für klassisches Orchester, düster und schwer, mit vielen Anspielungen auf liturgische Gesänge, etwa „Christe, du Lamm Gottes“.
5. Antonin Rejcha (1770–1836): 36 Fugen für Klavier op. 36 (Selection), gespielt von Milan Langer. Eine dieser Fugen, auf ein Thema aus Mozarts Haffner-Symphonie, ist eine geniale Mischung aus Parodie und Mathematik. Ideale Frühstücksmusik.
Die NASA-Liste der irdischen Highlights
1977 schickte die Nasa die Weltraumsonden Voyager 1 und Voyager 2 mit der Mission ins All, bis ans Ende unseres Sonnensystems und darüber hinaus zu fliegen. Bis heute senden die Sonden Funksignale zur Erde. Für eine eventuelle Begegnung mit Außerirdischen gab die Nasa beiden Sonden je eine goldene Schallplatte (inklusive Bedienungsanleitung) mit auf den Weg. Sie enthalten Grußbotschaften in 55 Sprachen (unter anderem vom damaligen UN-Generalsekretär Kurt Waldheim), Geräusche der Erde, Bilder und 27 Musikstücke.
1. Johann Sebastian Bach: Brandenburgisches Konzert Nr.2, 1.Satz; Münchner Bachorchester, Leitung: Karl Richter
2. J.S.Bach: Gavotte en rondeaux aus der Partita Nr.3 in E-Dur für Violine solo; Arthur Grumiaux
3. J.S.Bach: Präludium und Fuge C-Dur aus dem zweiten Teil des Wohltemperierten Klaviers; Glenn Gould
4. Ludwig van Beethoven: Symphonie Nr.5., 1.Satz; Philharmonie Orchestra, London, Leitung: Otto Klemperer
5. Ludwig van Beethoven: Streichquartett in B-Dur, op.130, Cavatina; Budapest String Quartet
6. Anthony Holborne: Pavans, Galliards, Almains and Other Short Airs; The Fairie Round; David Munrow and the Early Musik Consort of London
7. Wolfgang Amadeus Mozart: Arie der Königin der Nacht Nr.14 aus der Zauberflöte; Edda Moser (Sopran), Orchester der Bayerischen Staatsoper; Leitung: Wolfgang Sawallisch