7 Tipps für den ersten PolenUrlaub
1. Keine Angst vor Diebstahl. Es gibt bewachte Parkplätze. Wenn Sie trotzdem verspannt sind, schlafen Sie halt zwischen den Reifen Ihres Lieblings. Ich selber bin in 15 Jahren kein einziges Mal beklaut worden.
2. Lassen Sie Kaffee, Nutella und Thunfischbüchsen zu Hause. In Polen gibt es mittlerweile elegantere Einkaufszentren als in Deutschland. Vergleichen Sie doch einfach den Konsumtempel „Alte Brauerei“ in Posen mit dem „Alexa“-Zentrum am Berliner Alexanderplatz.
3. Andere Toilettenzeichen beachten. Das Dreieck ist für Männer, der Kreis für Frauen. Mit welcher Eselsbrücke Sie sich das merken, ist Ihre Sache.
4. Wenn Sie noch keine zehn Minuten in Polen sind, wird schon der Tankwart kommen und fragen, ob Sie den berühmtesten Zungenbrecher nachsprechen können: „W Szczebrzeszynie chrząszcz brzmi w trzcinie“. Das heißt auf Deutsch: „In Szczebrzeszyn (Kleinstadt in Südostpolen) zirpt ein Käfer im Schilf.“ Lernen Sie ihn vorher auswendig, und Sie bekommen den halben Tank umsonst.
5. Tabus beachten. Keine Witze über Johannes Paul II., keine abfälligen Bemerkungen über polnische Wurst, polnisches Brot und polnische Frauen
6. Unbedingt Handschuhe mitnehmen, auch im Sommer. Die Polen pflegen ihren Tee in henkellosen Gläsern zu trinken. Sie selber haben Hände aus Asbest, unsereiner verbrennt sich die Finger und sucht einen Kaltwasserhahn. Dann ruft ein Pole nur: „Fass dir ans Ohrläppchen!“ Dort ist es nämlich am kühlsten.
7. Falls Sie eine schöne Polin bezaubern wollen, ist als Reiselektüre ein möglichst altmodischer Savoir-Vivre-Ratgeber angeraten. Die Kunst des Handkusses, Komplimente-Machens, Blumen-Überreichens, Taxi-Bestellens, Tür-Aufhaltens, Kneipen-Rechnung-Bezahlens – all das hat man als Deutscher nicht gerade im kleinen Finger.

